Schützengesellschaft Hohe Linie Keilberg e. V.


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Vereinschronik

Chronik

Aus der Vereinschronik der Schützengesellschaft
Hohe-Linie Regensburg-Keilberg e.V.

Anfang der 50iger Jahre entstanden in den umliegenden Ortschaften von Keilberg überall Schützengesellschaften. Auch in Keilberg bestand großes Interesse an diesem Sport. Einen Schützenverein gab es zu dieser Zeit auf dem Keilberg noch nicht.

Am 7. November 1955 fanden sich in der Gaststätte »Michl Gradl« in der Hinteren Keilbergstraße einige Männer zusammen, um eine Schützengesellschaft zu gründen. Als Vereinsnamen wählten sie den Namen des höchsten und bekannten Punktes auf dem Keilberg:

»HOHE LINIE«

Bereits im Jahre 1919 soll im Gasthaus Kuhn eine Schützengesellschaft mit dem Namen »Zur schönen Aussicht« gegründet worden sein. Diese Gesellschaft hat bis 1933 bestanden und wurde nach dem Krieg nicht fortgeführt. Die Chronik dieses Vereins ist in den Kriegsjahren leider verloren gegangen. Eine Ehrenscheibe aus dem Jahr 1927 ist noch vorhanden. Sie ist in unserem Schützenheim aufgehängt.

Gründungsmitglieder der Schützengesellschaft »Hohe Linie Keilberg« waren Heinrich Falter, Michael Gradl sen. (t), Michael Gradl jun., Richard Hanfstingl, Kurt Hofmann, Ludwig Merl und Max Neppl. Als Schützenmeister wurde der damalige Stadtrat und Gastwirt Michael Gradl sen. gewählt.

Im Jahre 1956 übernahm Ludwig Merl das Schützenmeisteramt. Es setzten allgemein große Aktivitäten ein wie z. B. der Anschluss an den Donaugau, Bau von zwei Schießständen, Kauf einheitlicher Schützenkleidung, Teilnahme bei Rundenwettkämpfen und bei Fahnenweihen, Mithilfe beim Anbau der Schießstätte, Hubertusfeier mit kleinem Theaterstück, öffentliche Weihnachtsfeiern mit Christbaumversteigerung, Kauf einer Schützenkette und vieles mehr. Zugleich entstand der Wunsch nach einer eigenen Fahne.

Im Jahre 1957 nahmen die Schützen erstmals, bis heute ununterbrochen, an den Rundenwettkämpfen teil.

Im Jahre 1958 beschlossen die Vereinsmitglieder den Kauf einer Fahne, die noch im selben Jahr geweiht werden sollte. Nach großen finanziellen Opfern der Mitglieder und viel Arbeit war der 20. Juli 1958 der große Tag der Fahnenweihe. Ein Kirchenzug, ein feierlicher Festgottesdienst mit Weihe der Fahne und ein großer Festzug begleitet von zwei Musikkapellen und einem Fanfarenzug über den Keilberg bildeten die Höhepunkte. Ferner fand ein großer Festakt unter der Schirmherrschaft des Landtagsabgeordneten und späteren Oberbürgermeister Rudolf Schlichtinger statt. Die neue Fahne begleitete Frau Hilde Weiß als Fahnenmutter mit den Festjungfrauen Gerlinde Berger, Marianne Härtl, Sieglinde Haas, Liesl Kolb, Albertine Weigl und Anneliese Wild. Als Patenverein konnten wir die angesehene Schützengesellschaft »Diana Reinhausen« gewinnen. Das 1000 Personen fassende Zelt wurde von den Schützen auf und abgebaut.

Am 19. Juli 1958 fand ein schöner Kameradschaftsabend im Bierzelt statt. Für die Vereinsmitglieder war die Fahnenweihe eine Freude und zugleich besondere Ehre, dass sie nach nur zweieinhalbjährigem Bestehen von den Schützen aus dem Umkreis sowie von der Keilberger Bevölkerung durch die große Teilnahme Anerkennung fan­den. Der damalige Schützenmeister Ludwig Merl trug hierzu wesentlich bei. Festleiter Heinrich Kolb sorgte für eine gute Abwicklung.

Nach dieser großen Hektik und dem Erfolg war der Ausbau des Vereins oberstes Ziel. Die Schießergebnisse wurden auch von Jahr zu Jahr besser.

Im Februar 1961 verstarb unser Herbergsvater Michael Gradl sen. viel zu früh. Im Juni 1961 stellte sich dann heraus, dass die bisherige Herberge geschlossen werden musste. Letztes Schießen war dann im April 1962.

Bei all den vielen Problemen bei der Suche nach einem neuen Heim schien uns die Auswahl der Gaststätte Christoph am günstigsten. Es bedurfte aber großer Anstren­gungen, um den Saal als Schießstätte mit sechs Schießständen herzurichten. Einige Mitglieder opferten im Jahr 1962 monatelang viele Stunden um die erforderlichen Arbeiten auszuführen. Im September 1962 konnte bereits die kirchliche Stand­einweihung durch Herrn Pfarrer Müller erfolgen. Am Samstag, den 13. Oktober 1962 konnte dann die offizielle Einweihungsfeier stattfinden.

Am 18. Juni 1966 feierten wir unser 10jähriges Gründungsfest in kleinerem Rahmen unter Leitung des damaligen Schützenmeisters Ludwig Dietl. Im gleichen Jahr haben wir auch an der Einweihung des Gaustandes in Prüfening teilgenommen. Für den Bau des Gaustandes opferten unsere Schützen Ludwig Merl und Erwin Lang viele Stunden. Bei der Einweihung wurden sie dafür auch besonders geehrt.

Im Jahre 1975 fand anlässlich unseres 20jährigen Bestehens unter Leitung von Schützenmeister Kurt Hofmann ein Festabend mit Auszeichnung verdienter Mitglieder statt. Bei dieser Feier waren auch einige prominente Ehrengäste anwesend.

Das 25jährige Gründungsfest war im August 1980. Im Rahmen eines Gartenfestes feierten mit den Schützen der »Hohen Linie«, bei herrlichem Sommerwetter im Garten der Gaststätte Christoph, viele Vereine und die Keilberger Bevölkerung. Den feierlichen Rahmen bildete ein Festgottesdienst, den Father Joseph Jaswant Raj zelebrierte.

Schon bald nach dem 25jährigen Gründungsfest stand der Verein im Jahre 1983 erneut vor dem großen Problem, eine neue Bleibe zu suchen. Nach langen Überlegungen stand der Entschluss fest, ein eigenes Schützenheim zu bauen. Der Schießbetrieb im neuen Schützenheim konnte bereits im Januar 1985 aufgenommen werden. (Einzelheiten werden im Bericht »Unser Schützenheim« beschrieben.)

Kurt Hofmann ist in ununterbrochener Folge bereits seit 1970 1. Schützenmeister. In dieser Zeit hat er sich um den Verein und auch beim Bau des neuen Schützenheims besondere Verdienste erworben. Unter seiner Führung feiert die Schützengesellschaft mit das größte Fest, das sie in ihrer 40jährigen Vereinsgeschichte erlebt hat.

Seit 1991 wird neben dem Schützenkönig eine Schützenliesel ermittelt. Ab dem Jahre 1996 gibt es auch einen Jugendkönig.

1992 wurde erstmals ein Fahrradbiathlon ausgetragen. Die Strecke, die mit dem Fahrrad zurückzulegen ist und auf der einige Hindernisse zu überwinden sind, beträgt ca. 30 km. Auf halbem Wege und am Ziel wird jeweils ein Scheibenschießen ausgetragen.

Das Auswerten der geschossenen Scheiben ist immer mit viel Aufwand und teilweise auch mit Problemen verbunden. Eine elektronische Ringlesemaschine, die seit Februar 1995 im Einsatz ist, schafft hier Abhilfe. Der laufende übliche Schießbetrieb umfasst das Übungsschießen mit dem Luftgewehr und der Luftpistole. Er wird zweimal wöchentlich abgehalten. Seit 40 Jahren nehmen wir an den Sektionswettkämpfen teil. Neben dem Gaupokal, dem Jugendsektionspokalschießen, der Stadtmeisterschaft, dem Preis, Königs, und Weihnachtsschießen werden auch Freundschaftskämpfe durchgeführt. Die Vereinsmeister, der Schützenkönig, die Schützenliesl und in Zukunft auch der Jugendkönig werden jährlich ermittelt.

Die Vereinschronik der Schützengesellschaft »Hohe Linie Keilberg e.V.« wird seit der Gründung des Vereins bis zum heutigen Tage lückenlos geführt und stellt eine wertvolle Bereicherung der Keilberger Kulturgeschichte dar. Das feste Ziel des Vereins wird immer die Förderung und der Ausbau des Schießsportes, verbunden mit Kameradschaft, bleiben.

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